
1. Achten Sie auf den Absender und Fehler in Textnachrichten
Öffnen Sie auf keinen Fall Textnachrichten von Ihnen unbekannten Quellen. Nachrichten deren Absender eine seltsame Zahlenkombination ist, sind bekannt dafür Software-Bugs wie beispielsweise „Strage fright“ (dt. „Lampenfieber“) zu implementieren. Diese befallen die Android Versionen 2.2 und neuere. Durch die Ausführung von Remotecodes kann der Hacker Zugriff auf das Smartphone und die Kontrolle über das Gerät erhalten. Die Bugs beginnen im Hintergrund zu laufen, sobald man die Textnachricht öffnet. Es ist nicht einmal nötig irgendwelche Links im Text anzuklicken. Alles was der Hacker benötigt ist Ihre Mobilfunk-Nummer.
2. Aktualisieren Sie regelmäßig die Software Ihres Smartphones
Viele Smartphones haben Schwachstellen, durch die es möglich ist, das Gerät mit Viren oder anderer Malware zu infizieren. Geräte bei denen ein „Jailbreak“ durchgeführt wurde sind besonders gefährdet. Nutzer jailbreaken Ihr Smartphone indem Sie Apps herunterladen, die nicht im App-Store verfügbar sind. Hierdurch steigt die Gefahr von App-basierten Hackerangriffen. Genauso gefährdet sind Smartphones mit veralteten Softwareversionen. Viele Nutzer schieben die Aktualisierung Ihres Smartphones gerne auf, da es sich für diesen Zeitraum nicht benutzen lässt. Doch ein Software-Update ist sehr sinnvoll. Software-Updates enthalten oft Bugfixes und Sicherheitsupdates, die helfen Viren und Schwachstellen Ihres Gerätes zu beseitigen.
3. Seien Sie vorsichtig bei öffentlich zugänglichen Wi-Fi-Netzen
Wir alle nutzen Sie und freuen uns über kostenfreies W-Lan: öffentliche Wi-Fi-Netze. Hotels aber auch zum Beispiels Fast Food Ketten wie McDonalds bieten in Ihren Lokalen freies W-Lan für Ihre Gäste. Doch auch wenn der Name des Wi-Fi-Netzes „McDonalds“ heißt, sollten Sie vorher abklären, ob es sich auch um das Richtige Netzwerk handelt. Denn der Trick von Wi-Fi-Betrügern ist einfach. Sie richten gleichnamige oder ähnlich klingende Netzwerke in der direkten Umgebung ein, in der Hoffnung dass die ahnungslosen Nutzer sich einloggen. Die Nutzer werden dann gebeten persönliche Daten einzugeben um das Netzwerk nutzen zu können. Sollten persönliche Daten wie beispielsweise Bankdaten, Adresse oder ähnliches angefragt werden, lassen Sie sicherheitshalber die Finger davon!
4. Passen Sie auf bei Apple Pay
Apple Pay ist ein vom Hersteller Apple zur Verfügung gestelltes Zahlungssystem, das über Kreditkarte abgerechnet wird. In Deutschland ist Apple Pay allerdings noch nicht verfügbar. Früher mussten Betrüger Kreditkarten stehlen, um an die Daten heranzukommen. Doch heutzutage kann man geklaute Kreditkartendaten für einen kleinen Betrag von nicht einmal 2,50 Euro auf sogenannten „carding“ Seiten kaufen. Fügt jemand die gestohlenen Kartendaten auf seinem Gerät bei Apple Pay hinzu, verbindet Apple automatisch mit der dazugehörigen Bank. Außerdem sendet Apple andere verschlüsselte Daten wie Kontaktdaten auf das neue Gerät. Die Bank des eigentlichen Kartenbesitzers startet dann ihr eigenes Authentifizierungsverfahren, hierfür werden jedoch lediglich die Kartennummer, CVV und das Ablaufdatum der Karte benötigt – und all diese Daten hat der Betrüger bereits illegal übers Internet erhalten. Alles was der Betrüger tun muss, ist bei Apple Pay den Namen des Kartenbesitzers ändern. Danach kann er mit der fremden Kreditkarte zahlen.
5. Installieren Sie eine Anti-Viren-Software
Vor allem Android-Geräte sind anfällig für Viren und Malware, denn die meisten sind auf Android ausgerichtet. 97% der Smartphone-Nutzer besitzen ein Android-basiertes Gerät. Den Computer zuhause schützen die meisten ganz selbstverständlich mit einer Anti-Viren-Software, vergessen jedoch dass das Smartphone mittlerweile genauso anfällig ist. Eine solche Software ist auch fürs Smartphone sein Geld wert. Es durchsucht das Gerät regelmäßig nach infizierten Dateien und prüft jeden Download und jede Installation und Aktualisierung von Apps. Vor allem bei Apps von Drittanbietern, also nicht aus dem App-Store, ist Vorsicht geboten.
6. Sichern Sie Ihre Daten
Denken Sie regelmäßig daran, Ihre Daten zu sichern. So sind diese auch sicher, sollte Ihr Smartphone von einer Malware befallen und im schlimmsten Fall nicht mehr verwendbar sein. Regelmäßige Backups machen Anbieter wie beispielsweise iCloud automatisch. Für Android-Nutzer empfiehlt sich Google Drive oder Drop Box.
7. Benutzen Sie sichere Passwörter
Guten Hackern ist es möglich, mit einer billigen Grafikkarte 420 Milliarden mögliche Passwortkombinationen in einer Minute zu überprüfen. Natürlich ist es einfacher, sich ein Passwort für all seine Zugänge wie E-Mail und Facebook zu merken. Doch knackt ein Hacker einmal Ihr Passwort, hat er Zugang zu all Ihren Accounts. Deswegen sollten Sie trotz allem für jeden Account ein anderes Passwort benutzen. Und diese sollten gut gewählt sein. Vermeiden Sie offensichtliche Kombinationen wie Geburtsdaten, Namen oder Ihren Lieblingsort. Verwenden Sie zufällige Daten. Neuere Smartphones haben zum Entperren mehr Ziffern zur Verfügung statt nur den bekannten vier, was es möglich macht, auch für das Smartphone sicherere Passwörter zu wählen.




